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    Die Hygiene zuerst! Alle Oberflächen müssen mit einem geeigneten Mittel desinfiziert werden, die Instrumente werden einer sterilen Verpackung entnommen. Es werden nur Einwegkanülen und sterile Handschuhe verwendet.

    Dann wird die Haut desinfiziert, die bestgeeignete Stelle ausgesucht und angezeichnet.

    Erst nach all den Vorbereitungen wird gestochen und der Schmuck wird eingesetzt.


    Zungenpiercing Stechen



    Ohrpiercing:

    Lobe: Das Ohrläppchenpiercing ist wohl das meist verbreitete Piercing überhaupt. Auch sind Dehnungen hier am häufigsten anzutreffen. Als Ersteinsatz eignet sich nach Belieben ein Ring oder Stecker. Wenn späteres Stretchen erwünscht ist, sollte das Lobe-Piercing nicht zu weit unten gestochen werden. Mögliche Variationen sind transverses (also nicht von vorne nach hinten, sondern von links nach rechts) und vertikales (von oben nach unten) Lobe-Piercing. Heilungszeit: 2-3 Wochen

    Helix: Piercing durch den Knorpel an der oberen Seite der Ohrmuschel. Oft werden gleich mehrere Helix nebeneinander eingesetzt. Als Erstschmuck eignen sich Stecker und Ringe. Abheilzeit: 4-6 Wochen.

    Industrial: Zwei gegenüberliegende Helix-Piercings werden bei Industrial mit einem langen Stecker miteinander verbunden. Abheilzeit: 1-3 Monate.

    Tragus: Piercing durch den kleinen Knorpel am Eingang des Gehörkanals. Tragus gibt es auch in der vertikalen Variation. Je nach der Ausprägung ist entweder ein Ring oder ein Stecker einzusetzen. Bei einem zu kleinen Tragus ist dieses Piercing abzuraten. Heilungszeit: 4-6 Wochen

    Rook, Daith, Snug, Conch, Anti-Tragus: Piercings, die durch diverse Knorpelfalten innerhalb der Ohrmuschel gestochen werden. Je nach der Platzierung ist die Heilungszeit zwischen 1-4 Monate.

    UFO: Eine Verbindung von Rook und Helix durch einen Ring. Als Variation kann auch Rook, Helix und Anti-Helix verbunden werden. Als Erstschmuck kann man auch 2 bzw. 3 Stecker verwenden und erst nach dem Abheilen gegen ein Ring tauschen. Heilungszeit: 3-4 Monate


    Helix und Lobe Piercing Rook und Lobe Piercing Helix, Lobe und Tragus Piercing Ohrpiercings Ear Piercing earpiercing Lobe und Helixpiercing Rookpiercing Zwei Lobe und ein Helix-Piercing Zwei Lobe und ein Tragus-Piercing Helixpiercing und Lobedehnung mit eingesetzter Schnecke Ein gedehntes Lobe, Helix und ein Tragus-Piercing



    Nasenpiercing:

    Nostril: So wird der Nasenflügelpiercing genannt. Dieser wird oft, um die Kosten zu sparen, mit der Ohrlochpistole geschossen, was jedoch abzuraten ist, weil der dafür verwendete Schmuck qualitativ eher minderwertig ist, der Verschluss ist in der Nase störend und die scharfe Spitze des Steckers stützt sich von der mittleren Nasenwand ab und verursacht dort oft Schmerzen. Der geeignete Schmuck ist entweder ein Piercing-Ring, ein Spiralen-Stecker oder noch besser ein Stecker mit einem Kugelverschluss, ganz wie bei einem Lippenpiercing. Abheilzeit: 2-3 Wochen

    Bridge: Piercing durch die Hautfalte oberhalb des Nasenbeins, zwischen den Augen. Hier soll am besten ein gebogener Stecker eingesetzt werden, um das Risiko des Herauswachsens zu minimieren. Beim platzieren sollte man darauf achten, dass das Blickfeld nicht eingeschränkt wird. Selten gibt es den Bridge auch in der vertikalen Variation. Heilungszeit: 4-6 Wochen.

    Septum: Das ist ein Piercing durch die Nasenscheidewand. Wie bei allen Körperteilen ist das Septum bei jedem Menschen ein bisschen anders gebaut. Je nach der Ausprägung kann man entweder oberhalb oder unterhalb des Knorpels durch die dünnere Stellen stechen. Bei Menschen mit einer sehr schiefen Nasenscheidewand ist von diesem Piercing abzuraten, da es nicht symmetrisch aussehen würde. Als Schmuck verwendet man hier Ringe oder Stecker. Wenn man ein Septum-Piercing gedehnt hat, gibt es die Möglichkeit, sich einen sogenannten Septril stechen zu lassen. Hier wird ein Labretstecker so eingesetzt, dass die Kugel auf der unteren Nasenseite in der Mitte sichtbar ist. Heilungszeit: 2-4 Wochen.

    Austin Bar und Nasallang: Sehr seltene Nasenpiercings. Ein Austin Bar verläuft horizontal durch die Knorpel an der Nasenspitze. Ein Nasallang geht durch beide Nasenflügel und die Nasenscheidewand. Als Schmuck werden hier Stecker verwendet. Heilungszeit: 2-3 Monate.


    Septumpiercing Bridge Piercing Septum Nasenring Septum Piercing Piercing im Septum Septum Piercing



    Bauchnabelpiercing:

    Piercing im Bauchnabel ist eine der weitest verbreiteten Piercingvariationen, bevorzugt wird hier ein vertikaler Stich durch die Hautfalte oberhalb des Bauchnabels. Seltener sind Piercings unterhalb oder seitlich vom Bauchnabel und deren Verbindungen anzutreffen. Als Schmuck verwendet man meistens einen gebogenen Stecker, oder Ring. Während der Heilung soll ein schlichter Schmuck getragen werden, um die Pflege nicht zu erschweren. Schmuckwechsel darf erst nach völligem Abheilen vorgenommen werden. Bei diesem Piercing muss man die Form des Bauchnabels und dessen Platzierung berücksichtigen, um zB. Druckstellen im Gürtelbereich zu vermeiden. Bei einem sehr flachen Bauchnabel sollte auf das Piercing verzichtet werden, da es wegen der hohen Spannung des Schmuckes auf das Gewebe zum Herauswachsen des Piercings kommen kann. Bei einem stark asymmetrischen Bauchnabel ist das Piercen wegen schlechterem Tragekomfort und eventuellen Komplikationen ebenfalls nicht zu empfehlen. Bezüglich Heilung gehört der Bauchnabelpiercing zu den langwierigsten und es bedarf intensiver und langzeitiger Pflege. Nach 2-6 Wochen Pflegezeit soll man immer noch sehr vorsichtig sein, da sich die Hautschichte innerhalb von dem Stichkanal nur sehr langsam nachbildet und es immer noch zur Verschlechterung des Zustands kommen kann. Heilungszeit: 3-6 Monate.


    Bauchnabelpiercing Bauchnabel Piercing Bauchnabelpiercing beim Mann Dreifacher Bauchnabelpiercing Navelpiercing Bauchnabelstecker Bauchnabelschmuck Bauchnabelstecker



    Zungenpiercing:

    Zunge: Die übliche Variation des Zungenpiercings verläuft vertikal durch die Symmetrieachse der Zunge. Dieser Piercing ist relativ pflegeleicht und es kommt hier selten zu Komplikationen. Als Ersteinsatz verwendet man einen leicht überlangen Stecker, um der eventuellen Schwellung Platz zu lassen. Nach dem Abheilen kann man den Schmuck auf einen kürzeren Stecker wechseln. Zur Pflege sollte man auf aggressive Desinfektionsmittel verzichten, eher sind hier Kamillen- oder Salbeitee-Spülungen empfohlen. Während der Heilung sollte man keine Milchprodukte verzehren. Heilungszeit: 10-14 Tage.

    Venom: So werden zwei vertikal nebeneinander platzierte Zungenpiercings genannt. Als Schmuck werden Stecker verwendet. Da in diesem Fall der Schmuck durch die Zungenmuskeln gestochen wird, kann es zu Komplikationen in Form von Sprechstörungen und Nahrungsaufnahmeprobleme kommen.

    Zungenbändchen: Ein horizontaler Piercing durch das Häutchen unterhalb der Zunge. In diesem Bereich kann man kleine Ringe oder Stecker einsetzen. Die Heilung verläuft meistens schnell und unproblematisch. Bei einem zu kleinen Zungenbändchen ist vom Piercen abzuraten, da es zum Herauswachsen des Schmuckes kommen kann. Heilungszeit: 10-14 Tage.

    Surface, Horizontal: Beim horizontalen Zungenpiercing empfehlt sich als Schmuck einen flexiblen PTFE Stecker zu verwenden, damit die Zunge in ihrer Beweglichkeit möglichst wenig gestört wird. Die Heilung ist bei diesen Piercings im Gegensatz zu einem vertikalen Zungenpiercing sehr langwierig.


    Zungenpiercing und Madonna-Piercing Zungenpiercing Zungenbändchenpiercing Ein doppelter Zungenpiercing



    Augenbrauenpiercing:

    Augenbraue: Das Augenbrauenpiercing wird meistens vertikal am äußeren Drittel der Augenbraue vorgenommen, jedoch gibt es die Möglichkeit das Piercing unter verschiedenen Winkeln oder horizontal zu stechen. Da es eigentlich ein Oberflächenpiercing ist, kommt hier das Herauswachsen öfter vor. Wenn man es aber frühzeitig bemerkt, kann man durch das Einsetzen von einem geeigneten Schmuck diesem Prozess entgegenwirken. Bei der Heilung sollte man darauf achten, dass keine Kosmetika in den Stichkanal gelangen. Heilungszeit: 2-4 Wochen.

    Anti-Augenbraue: So werden Oberflächenpiercings rund um das Auge genannt.


    Augenbrauenpiercing und Bridge Piercing Eyebrow Piercing Augenbrauenpiercing Anti-Augenbrauenpiercing



    Lippenpiercing:

    Kinn: Ein in der Mitte der Unterlippe platziertes Labretpiercing. Möglicher Schmuck ist hier ein Labretstecker oder ein Ring, ein Stecker wird dabei weiter unten platziert, damit das Zahnfleisch geschont bleibt, den Ring setzt man nicht allzu weit unterhalb dem Lippenrot ein, damit die Lippe nicht von dem Schmuck gedrückt wird. Wie bei meisten Labretpiercings kann auch hier zu Reizungen am Zahnfleisch kommen. Einen Ausweg bilden hier die flexiblen PTFE Labretstecker. Der Ersteinsatzschmuck soll ein wenig mehr Platz für die Schwellung der Lippe nach dem Piercen lassen, daher muss der erste Stecker ein bisschen länger sein. Nach dem Abheilen kann man einen enger sitzenden Schmuck einsetzen. Heilungszeit: 4-8 Wochen.

    Madonna: So wird ein seitlich an der Oberlippe gestochenes Labretpiercing genannt. Als Schmuck verwendet man einen Labretstecker, meistens mit einer möglichst kleinen Kugel.

    Medusa: Ein Piercing in der Mitte der Oberlippe, durch die vertikale Rinne zwischen der Oberlippe und Nase. Als Schmuck wird ein Labretstecker eingesetzt.

    Vertikaler Labretpiercing: Die Lippenpiercings sind auch in ihren vertikalen Variationen durchführbar, wobei durch das Lippenrot gestochen wird. Der Vorteil eines vertikalen Labretpiercings ist, dass es zu keinem Kontakt mit den Zähnen und Zahnfleisch kommt. Heilungszeit: 4-8 Wochen.

    Lippenbändchenpiercing: Kommt nur dann zu sehen, wenn die Oberlippe beim Lächeln gehoben wird, deshalb wird es auch oft als "Smiley" bezeichnet. Da es hier nur durch eine dünne Schleimhaut gestochen wird, verläuft die Heilung sehr schnell und unproblematisch. Wegen einer zu geringen Lippenbändchenausprägung kann dieses Piercing nicht immer gestochen werden. Als Schmuck eignen sich hier entweder kleine Ringe oder kurze Stecker von 1,2 bis 1,6 mm Durchmesser. Heilungszeit: 1-3 Wochen.

    Cheek Piercing: Das Wangenpiercing wird an der Stelle von dem Wangengrübchen gestochen. Da es in diesem Bereich wichtige Nerven und größere Blutgefäße befinden, ist beim Piercen die höchste Vorsicht geboten. Als Schmuck setzt man hier einen Labretstecker ein, der am Anfang deutlich länger sein sollte, um der Schwellung Platz zu geben. Die Heilung beträgt ca. 2 Monate. Eine empfehlenswerte Alternative zu dem Cheek Piercing ist das Cheek-Microdermal (Dermal-Anchor). Ein Implantat an dieser Stelle macht wesentlich weniger Probleme als ein Piercing: die wichtige Gesichtsnerven und Arterien bleiben unbetroffen; die Zähne und Zahnfleisch werden nicht irritiert, da der Schmuck an der Innenseite gar nicht hinausragt; die Heilung verläuft unkomplizierter. Aus diesen Gründen sollte man erwägen, ob ein Cheek-Microdermal nicht erwünschter wäre.


    Lippenbändchenpiercing Labret-Piercing Dehnung Lippenpiercing Labret-Stecker Medusa-Piercing Lippenbändchenpiercing Unterlippenpiercing



    Brustwarzenpiercing:

    Das Brustwarzenpiercing wird entweder durch die Brustwarze oder durch den Brustwarzenvorhof gestochen. Meistens sticht man es horizontal oder vertikal, es sind aber beliebige Winkel möglich. Es können auch mehrere Piercings übereinander gemacht werden. Die Heilung und Pflegezeit sind hier, wie bei dem Bauchnabel, von längerer Dauer. Als Schmuck kann man verschiedene Ringe oder Stecker verwenden, wobei eine Mindeststärke von 1,6mm empfohlen wird, da es sonst zum Herauswachsen kommen kann. Jegliche dekorative Schmuckstücke sollten erst nach dem völligen Abheilen eingesetzt werden, um nicht an der Pflege zu stören. Heilungszeit: 3-6 Monate.


    Brustwarzenpiercing Brustwarzenpiercing



    Weibliches Intimpiercing:

    Innere Schamlippen: Ein unkompliziertes und schnell heilendes Piercing. Hier kann ein breites Spektrum an Schmuck verwendet werden, auch Dehnungen sind möglich und einfach durchführbar. Die Mideststärke bei Schmuck sollte 1,6mm betragen, da sonst das Gewebe eingerissen werden kann. Das Piercing hat eher einen dekorativen Zweck, kann aber durch entsprechenden Schmuck auch stimulierend wirken. Abheilzeit: 2-4 Wochen.

    Äußere Schamlippen: Für dieses Piercing werden meistens verschiedene Ringe verwendet. Die Stimulation ist hier stärker als bei den inneren Schamlippen. Heilungszeit: 2-4 Monate.

    Klitorisvorhaut: Ein unkompliziertes, schnell heilendes und stimulierendes Piercing. Kann horizontal oder vertikal gestochen werden. Entsprechend werden meistens Ringe oder Stecker eingesetzt. Eine Variation bildet das Diana-Piercing. Es handelt sich dabei um zwei vertikal links und rechts der Klitoris gestochene Piercings. Zum Stechen muss genügend Gewebe vorhanden sein, sonst gibt es die Gefahr des Herauswachsens. Heilungszeit: 4-6 Wochen.

    Klitoris: Die Voraussetzung für dieses Piercing ist eine genügend große Klitoris. Sie soll nicht weniger als 6mm Durchmesser haben und darf nicht von der Klitorisvorhaut bedeckt sein. Das Piercing ist aufgrund von vielen Nervenendungen sehr schmerzhaft und riskant. Als Schmuck werden Ringe für horizontale oder Stecker für vertikale Variante verwendet. Heilungszeit: 4-6 Wochen.

    Christina (Venushügel): Es handelt sich hier um ein Oberflächenpiercing, das vertikal in die Falte der oben zusammenlaufenden großen Schamlippen gestochen wird. Wenn die Falte nicht genügend ausgeprägt ist, sollte wegen des Herauswachsens nicht gepierct werden. Dieses Piercing wirkt nicht stimulierend und hat nur einen optischen Reiz. Heilungszeit: 3-4 Monate.

    Triangle: Dieses Piercing verläuft unterhalb der Klitoris horizontal durch die Klitorisvorhaut und kann dadurch die Klitoris von hinten stimulieren. Zum Stechen muss genügend Gewebe vorhanden sein, damit der Schmuck ausreichend Platz hat. Bei stärker ausgeprägten äußeren Schamlippen kann dieses Piercing unkomfortabel sein. Heilungszeit: 6-8 Wochen

    Isabella: Ein senkrecht verlaufendes Piercing, das oberhalb der Harnröhre ein und auf der Klitorisvorhaut wieder austritt. Durch das Isabell-Piercing wird die Klitoris von hinten stimuliert. Als Schmuck eignet sich hier ein Barbell. Da bei diesem Piercing der Klitorisschaft durchstochen wird und wichtige Nerven beschädigt werden können, gilt es als besonders riskant, daher empfehlen sich hier die alternativen Piercing, zB. Nefertiti oder Triangle. Heilungszeit: 2-3 Monate.

    Nefertiti: Ein Piercing durch die Klitorisvorhaut und den Venushügel. Als Erstschmuck wird ein längenangepasster PTFE Stecker verwendet, später kann er gegen ein Barbell eingetauscht werden. Das Piercing ist relativ ungefährlich, weil es keine wichtigen Nerven getroffen werden können und das Risiko des Herauswachsens ist minimal, dafür aber dauert die Heilung aufgrund des langen Stichkanals länger als bei den meisten Intimpiercings und erfordert zuverlässige Pflege. Heilungszeit: 3-6 Monate.

    Prinzessin-Albertina: Ein vertikales Intimpiercing, das von der Harnröhrenöffnung zur Vaginalöffnung verläuft. Meistens wird hier ein Ring mit mindestens 1,6mm Stärke verwendet. Ein ziemlich seltener Piercing, da es hier des Öfteren zu Harnweginfektionen kommen kann. Heilungszeit: 2-3 Wochen.

    Fourchette: Es wird vertikal an der unteren Stelle des Zusammentreffens der kleinen Schamlippen gestochen. Kann anatomisch bedingt nicht immer gemacht werden. Durch das kurze Stichkanal hat dieses Piercing oft die Tendenz zum Herauswachsen. Während der Heilung ist aufgrund der Nähe zum Anus auf ein hohes Maß an Hygiene zu achten. Heilungszeit: 4-6 Wochen.

    Suitcase: Ein Piercing zwischen dem Enddarm und Vagina. Aufgrund der Platzierung kommt es bei diesem Piercing sehr oft zu Infektionen. Heilungszeit: 6-12 Monate.


    Klitorisvorhaut Piercing Venushügel-Piercing Christina-Piercing



    Männliches Intimpiercing:

    Prinz-Albert: Das Stichkanal verläuft zwischen der Harnröhre und unterem Eichelrand. Meistens wird hier ein Ring eingesetzt, wobei größere Stärken des Schmuckes (3-4 mm) empfehlenswert sind, um das Einreisen zu vermeiden und das Tragekomfort zu erhöhen. Die Heilung verläuft meistens schnell und unkompliziert. Heilungszeit: 4-6 Wochen.

    Frenulum: Das Piercing geht durch das dünne weiche Häutchen unterhalb der Eichel. Man setzt hier Ringe oder Stecker ein, die nicht dünner als 1,6 mm sein sollten. Frenulum heilt schnell und unproblematisch ab, das Stechen ist nur wenig schmerzhaft. Heilungszeit: 3-4 Wochen.

    Ampallang: Es ist ein ziemlich schmerzhaftes und lang heilendes Piercing, das horizontal durch die Eichel verläuft. Als Schmuck kann man hier ausschliesslich genügend lange Stecker verwenden. Heilungszeit: 6-8 Monate.

    Apadravya: Ähnlich wie das Ampallang ist Apadravya ein schwierig heilendes Piercing. Es verläuft vertikal durch die Eichel, man kann es aber auch hinter der Eichel stechen. Als Ansatz des Stichkanals kann der Eingang des Prinz Albert benutzt werden. Als Schmuck werden hier Stecker verwendet. Heilungszeit: 6-8 Monate.

    Guiche: Der Stichkanal geht hier durch die Naht zwischen dem Hodensack und dem After. Als Schmuck verwendet man meistens Ringe, nach dem Abheilen kann man hier auch Gewichte anhängen. Heilungszeit: 6-8 Wochen.

    Dyode: Dieses Piercing geht durch den Eichelrand. Es wird vorzüglich bei beschnittenen Männern durchgeführt, denn für die unbeschnittenen ist es oft störend und unbequem. Meistens trägt man hier paarweise Stecker oder Ringe. Heilungszeit: 4-6 Wochen.

    Hafada: Der Stichkanal verläuft bei dem Hafada-Piercing durch die Hautfalte zwischen dem Hodensack und der Penisbasis. Dieses Piercing ist nicht besonders schmerzhaft und hat eher eine dekorative als stimulierende Funktion. Meistens trägt man hier einen oder mehrere Ringe, man kann auch Gewichte anhängen. Heilungszeit: 4-6 Wochen.

    Pubic: Damit die Heildauer verkürzt wird, sollte dieses Piercing knapp über dem Penisansatz gestochen werden. Als Schmuck kann man Ringe oder Stecker einsetzen. Heilungszeit: 6-8 Wochen.

    Oetang: Hier wird es am Rand der Vorhaut gestochen. Meistens setzt man zwei Ringe ein, die man miteinander verbinden kann. Es besteht auch Möglichkeit, dass man mehrere Ringe oder kurze Stecker um den Vorhautrand einsetzt, jedoch sollten nie mehr als zwei Piercings auf einmal gestochen werden, da diese Stelle stark anschwellen kann. Heilungszeit: 3-5 Wochen.



    Dehnen / Stretchen:

    Beim Dehnen ist vor allem Geduld angesagt. Je nach der Körperstelle sollte man in einer Sitzung nur um 1 bis 2 mm weiterdehnen. Bei größeren Schritten ist Vorsicht und ständige Überwachung durch den Piercer geboten, damit es zu keinen Komplikationen kommt, die gerade beim Dehnen verheerende Folgen, wie zum Beispiel Einrisse und Narbenbildung im Gewebe, oder sogar Nekrosen haben können, deshalb nie selber experimentieren, sondern alles bei einer fachkündiger Person machen lassen!



    Ohrdehnen:

    Lobe: Dehnungen am Lobe gehören zu den wohl meist vorgenommenen Dehnungen überhaupt. Gerade beim Ohrläppchen ist das Aufdehnen sehr gut durchführbar und man kann oft erstaunliche Ergebnisse von mehreren Centimetern an Schmuckdurchmesser erreichen. Begonnen wird das Stretchen mit einem richtig angesetzten Ohläppchen-Piercing. Nach dem Abheilen kann man schon mit Dehnen beginnen. Bei jeder Sitzung wird um 1-2 mm weitergedehnt, wobei die Stelle jedes mal völlig abgeheilt sein muss, sonst ist das Gewebe nicht kräftig genug und kann viel leichter aufreisen. Vom Vorstanzen des Lobe ist eher abzuraten, denn am Anfag beschleunigt es zwar das Dehnen, aber das weggestanzte Gewebe ist nun mal weg und bei weiten Dehnungen ist viel Gewebe vorteilhaft. Stretchen am Ohrläppchen verläuft recht unkompliziert, natürlich vorausgesetzt, dass man die Sache richtig und fachgerecht angeht, denn auch hier kann es zu schlimmen durch Unwissenheit herbeigeführten Nachfolgen kommen. Schon das Stichkanal muss so platziert sein, dass ein weites Aufdehnen ermöglicht wird. Wird das nicht beachtet, kann es bei größeren Durchmessern zum Aufreissen des Lobe kommen, da nicht ausreichend Gewebe vorhanden ist.

    Ohrknorpel: Am Ohrknorpel ist die Sache schon ein bißchen langwieriger. Der Knorpel lässt sich nur sehr schwer und begrenzt dehnen. Hier ist das Ausstanzen notwendig und die erreichbaren Dehnweiten sind nicht so spektakulär wie bei Lobe. Auch zwischen den einzelnen Schritten sind längere Zeitintervalle (6 bis 8 Wochen) nötig, damit sich das Knorpelgewebe regenerieren kann und gut versorgt bleibt. Als Schmuck kann man bei Ohrdehnungen verschiedene Plugs und Tunnels aber auch Ringe oder Stecker verwenden. Die letzteren sind wegen dem größeren Gewichts nicht immer komfortabel. In den Zwischenschritten wird zumeist ein nicht allzu teurer Übergangsschmuck eingesetzt, bis man das gewünschte Durchmesser erreicht hat.


    Kleiner Tunnel im Ohr Dehnung des Lobe Piercings Gedehntes Lobe und Helixpiercing

    Labretdehnung:

    Bei Dehnungen im Lippenbereich sollte man sich zwischen den einzelnen Sitzungen mindestens 6 Wochen Zeit lassen, damit sich das Gewebe gur regenerieren kann. Eingesetzt werden hier meistens geeignete Plugs, denn Ringe in größeren Dimensionen oft zu schwer sind und lassen sich nicht komfortabel tragen.


    Labretdehnung

    Zungendehnung:

    Die Zunge lässt sich sehr gut und schmerzfrei dehnen. Am besten sticht man das Zungenpiercing schon am Anfang mit einem größeren Durchmesser und lässt es gut abheilen. Meistens kann man schon nach 2 bis 3 Wochen mit dem Stretchen beginnen und in ähnlichen Intervallen den Dehnungsvorgang fortsetzen.


    Zunge Dehnen



    Intim Dehnen:

    Wie bei allen anderen Stellen ist auch bei Intimdehnungen die Vorsicht geboten. Es darf auf keinem Fall schnell oder brutal gedehnt werden, sonst kann es zu schwerwiegenden Gewebeschäden kommen. Man soll möglichst kleine Dehnschritte vornehmen und 4-6 Wochen abwarten, bevor man mit weiterem Dehnen beginnt. Zu der am häufigsten gedehnten Intimpiercings gehören die Schamlippen, Christina, Fourchette und Klitorisvorhaut bei der Frau und Prinz Albert, Frenum, diverse Hodensack- und Vorhautpiercings beim Mann. Das Dehnen kann in vielen Fällen das Tragekomfort des Intimschmuckes erhöhen, denn ein starker und schwerer Schmuck reißt nicht ein und liegt meistens viel besser als ein dünner, auch der optische Reiz eines größeren Schmuckstücks ist oft erwünscht.

    Surface Piercing:

    Bei einem Surface- oder Oberflächenpiercing handelt es sich um ein Piercing, das nicht in einer Hautfalte gestochen wird. Viele sehr poluläre Piercings sind eigentlich Oberflächenpiercings, dazu gehört das sehr häufige Augenbrauen-Piercing. Surfacepiercings kann man fast überall stechen, manche Stellen sind jedoch besser geeignet als die anderen, und manche sollte man überhaupt vermeiden, da sie fast immer zum Herauswachsen des Piercings neigen oder gefährlich sein können. Geeignete stellen sind die, wo die Haut keinen großen Spannungen ausgesetzt ist. Stark bewegliche Stellen sind auf jeden Fall zu vermeiden. Beim Surface-Piercing wird ein oft langer Stichkanal horizontal unter der Haut geführt und ein speziell gebogener Surface-Stecker eingesetzt. Als Endergebniss sieht man zwei an der Hautoberfläche liegende Kugel. Die Heilung verläuft oft umständlich und erfordert konsequente und intensive Pflege. Die Heilungsdauer hängt von der Länge des Stichkanals ab, nicht selten dauert das völlige Abheilen 6 oder sogar 12 Monate.

    Implantate:

    Dermal Anchor: So wird der Spezialschmuck genannt, den man für Implantate verwendet. Das Schmuckstück sieht einem Labretstecker ein bisschen ähnlich, es hat auf einer Seite ein flaches Plättchen, das unter die Haut geschoben wird. Die andere von außen sichtbare Seite ist mit einer Kugel, einem Disk oder einem anderen Zieraufsatz besetzt. Für ein Dermal Anchor wird die Haut mit einem Dermal-Punch angestochen, danach muss unter der Haut ein bisschen Platz für den Anchor geschaffen werden und der Schmuck wird eingesetzt. Die Prozedur ist nicht schmerzhaft und relativ einfach durchzuführen. Diese Art von Schmuck kann fast überall eingesetzt werden, man soll jedoch Stellen vermeiden, wo der Schmuck einen Druck auf die Nerven ausüben könnte. Stark bewegliche und großen Spannungen ausgesetzte Stellen, sind auch nicht empfehlenswert. In der Lippe ist ein Dermal-Anchor oft eine angenehme Alternative zu einem normalen Labretstecker, da es die Zähne oder das Zahnfleisch nicht verletzen kann. Das gleiche gilt auch für ein Cheek-Piercing: mit einem Dermal-Anchor gestochen ist es viel weniger gefährlich, verheilt schneller und kommt nicht in Kontakt mit den Zähnen und Zahnfleisch. Wegen der relativ kurzen Heilungszeit und dem minimierten Risiko des Herauswachsens ist es oft ratsam einen Dermal-Anchor anstatt einen Surface-Piercing einzusetzen.


    dermal anchors Skin Diver im Nacken Drei Dermal-Anchors im Gesicht Microdermal statt Anti-Eyebrow Surface Piercing Sternchen Microdermal am Brustbein Dermal-Anchor in der Lippe statt Labretstecker Implantat im Brustbein Dermal Anchor statt Cheek-Piercing Implantat im Augenbereich Implantat am Brustbein Implantat am Schlüsselbein Microdermal auf der Brust Dermal-Anchor im Dekollete Microdermal am Brustbein Dermal Anchors an den Schlüsselbeinen Dermal Anchor Sternchen an der Wange

    Piercingpflege:

    Die Dauer der Pflegezeit hängt von der gepiercten Körperstelle und von den körpereigenen Abwehrkräften ab, daher ist sie bei jedem unterschiedlich. In der Abheilzeit sollte man die Pflege nicht vernachlässigen, ansonsten kann es zu verschiedenen gesundheitlichen Komplikationen kommen (Schwellungen, Entzündung, Infektionen). Das Aussehen des Piercings kann darunter leiden. Falls solche Komplikationen aufkreuzen sollten, muss man sich das Piercing möglichst schnell von einer qualifizierten Person begutachten lassen.

    Bauchnabel, Brustwarze, Implantate:

    1. Hände waschen und desinfizieren.
    2. Die Wunde mit einem Desinfektionsmittel (zB. Octenisept) reinigen, so dass keine Krustenüberreste mehr zu sehen sind.
    3. Die Wunde mit einem sterilen Verband versorgen.
    4. Den Verband 2 mal täglich wechseln.
    5. Behandlungsdauer ist 2-3 Wochen, aber die Heilung dauert bis zu 6 Monate. In dieser Zeit sollte man nach jedem Baden oder Verunreinigung das Piercing desinfizieren.

    Lippe:

    1. Hände waschen und desinfizieren.
    2. Von außen mit einem Desinfektionsmittel (zB. Octenisept) reinigen, so dass keine Krustenüberreste mehr zu sehen sind.
    3. Von innen mit einer Schleimhautdesinfektionslösung spülen.
    4. Kamillen- oder Salbeitee-Spülungen sind empfohlen.
    5. Es ist kein Verband notwendig, dafür sollte man mehrmals am Tag desinfizieren.
    6. Behandlungsdauer: 2 Wochen.

    Zunge, Lippenbändchen:

    1. Während der ersten Woche keine säurehaltigen Speisen oder Milchprodukte essen.
    2. Öfters am Tag mit einem Schleimhautdesinfektionsmittel spülen.
    3. Kamillen- oder Salbeitee-Spülungen sind empfohlen.
    4. Behandlungsdauer: 1 Woche.

    Nase, Augenbraue, Ohrläppchen:

    1. Hände waschen und desinfizieren.
    2. Die Wunde mehrmals am Tag mit einem Desinfektionsmittel (zB. Octenisept) reinigen, so dass keine Krustenüberreste mehr zu sehen sind.
    3. Behandlungsdauer: 1-2 Wochen.

    Ohrknorpel:

    1. Hände waschen und desinfizieren.
    2. Die Wunde mehrmals am Tag mit einem Desinfektionsmittel (zB. Octenisept) reinigen, so dass keine Krustenüberreste mehr zu sehen sind.
    3. Behandlungsdauer: 2-3 Wochen.

    Surface Piercing:

    1. Hände waschen und desinfizieren.
    2. Die Wunde mit einem Desinfektionsmittel (zB. Octenisept) reinigen, so dass keine Krustenüberreste mehr zu sehen sind.
    3. Die Wunde mit einem sterilen Verband versorgen.
    4. Den Verband 2 mal täglich wechseln.
    5. Behandlungsdauer ist 2-3 Wochen, aber die Heilung dauert je nach der Länge des Stichkanals 3 bis 12 Monate. In dieser Zeit sollte man nach jedem Baden oder Verunreinigung das Piercing desinfizieren.

    Dehnungen:

    1. Hände waschen und desinfizieren.
    2. Das Piercing mehrmals am Tag mit einem geeigneten Haut- oder Schleimhautdesinfektionsmittel reinigen.
    3. Behandlungsdauer: 1 Woche.

    Preise:

    Man sollte sich vor allzu günstigen Piercings hüten, denn es ist verdächtig, wenn jemand ein 30 Euro Piercing anbietet und dabei von der Hygiene schwärmt. Hier ist wirklich Achtung geboten, denn davon hängt Eure Gesundheit ab! Bedenkt, dass der Aufwand beim Piercen nicht klein ist, wenn man auch wirklich zu 100% steril stechen will. Hier fallen die Kosten für die Sterilisation, Einwegmaterial, Desinfektionsmittel, richtige Entsorgung und gute Schmuckqualität an. Die ganze Vorbereitung dauert viel länger als das Piercen selbst, lasst Euch deshalb nicht täuschen, dass der Piercer keine Selbstkosten hat und einfach so, fast kostenlos, losstechen kann. Ein billiges Piercing kann aufgrund von Einsparen an Verbrauchsmaterial schlimme Folgen haben, dazu gehört die Ansteckung mit HIV oder Hepatitis! Seid also gewarnt und spart nicht an der falschen Stelle.

    Bei uns sind die Preise unabhängig von der Stelle gleich für alle Piercings (mit Ausnahme von Intimpiercings), weil man überall einen ähnlichen Aufwand hat und ähnliche Materialien verbraucht, egal wo es gestochen wird. Die Preise können nur aufgrund von verschiedenen Schmuckstücken variieren

    Der Preis fürs Piercen (auch für Surface-Piercings) beträgt bei uns 50 Euro + Schmuck, den man sich aus unserem großen Assortiment auswählen kann.

    Für ein Intimpiercing zahlt man bei uns 60 Euro + Schmuck eurer Wahl, der sich für die gepiercte Stelle eignet.

    Ein Dermal Anchor kostet bei uns 60 Euro incl. Ersteinsatzschmuck, wenn erwünscht, kann man sich gegen Aufpreis ein Glitzerstein draufschrauben lassen.

    Das Dehnen kostet 10 Euro + Schmuck.

    Beim Stechen von mehreren Piercings oder Implantate in einer Sitzung wird der Preis wesentlich günstiger!

    Piercen mit selbst mitgebrachtem Schmuck ist aus hygienischen Gründen nicht möglich.

    Piercing-Gutscheine sind erhältlich.



    Shockin' City Tattoo & Piercing Studio by Waldi & Osa, Atelier und Ölbilder-Gallerie, Burggasse 63, 1070 Wien, Tel: +43 1 5228067, Internetseiten: www.osatattoo.at und www.ArtByWahn.at. Ungefähre Öffnungszeiten: Di-Sa 13:00-19:00.



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